Die Boomjahre Ende des 20. Jahrhunderts erzeugten eine große Zahl neuer Kapitaleigner*innen in Thailand. Unter den vielen neuen Playern haben es eine Handvoll Unternehmensgruppen bis in die nationalen Top 40 geschafft. Allerdings führte der Boom auch zur Wirtschaftskrise von 1997. Der Finanzsektor war dabei besonders betroffen. Viele thailändische Banken mussten Aktien verkaufen und die Geschäftsführung an ausländischen Banken abtreten.
Eine weitere Folge der Wirtschaftskrise war zudem ein Tauziehen zwischen einheimischem und ausländischem Kapital um die Kontrolle der Vorstände, v.a. in den großen kommerziellen Banken, in der Stahl- und Automobilteileproduktion oder in der Telekommunikationsindustrie. Fast über Nacht ist das Verhältnis zwischen thailändischen Kapitalgruppen und globalem Kapital von einer freundschaftlichen, auf Gegenseitigkeit aufgebauten, Beziehung zu einer feindlichen geworden, in der Konkurrenz vorherrscht.
Hier geht es zum Artikel von Suehiro Akira in der Ausgabe „Reichtum“ des Online-Magazins südostasien 1/2018: Kapitalakkumulation und Reichtum in Thailand